WELCHER TASCHENRECHNER-TYP PASST ZU MIR?

Bei Taschenrechner den Überblick behalten.

von Philipp Steiner
Ob zur Absicherung beim Kopfrechnen oder als Hilfsmittel bei Prüfungen, Taschenrechner gehören lange schon zum klugen Inventar. Mittlerweile sind viele Funktionen auch im Smartphone integriert. Wir zeigen, weshalb ein Taschenrechner nach wie vor Sinn macht und weshalb mit dem Kauf vom richtigen Gerät die Rechnung allemal aufgeht.

Über die Zeit haben sich einige unterschiedliche Typen von Taschenrechnern entwickelt. Heute darf man auf eine Fülle von Möglichkeiten zurückgreifen. Ob Grafikrechner oder technisch-wissenschaftlicher Taschenrechner mit CAS (Computer Algebra System), hier verliert man schnell den Überblick. Besonders an Schulen und Bildungsinstitutionen wird jedoch eine beschränkte Auswahl an möglichen Hilfsmittel vorgegeben. 


Bei Aufnahmeprüfungen höherer Qualifikation, kommt man um gewisse Typen gar nicht mehr herum. Mit Texas Instruments, Casio und Canon sind dabei auch etablierte Marken präsent. Damit Du wieder Klarheit in den Rechenjungel bekommst, haben wir die wichtigsten Typen mitsamt Funktionen zusammengefasst.




Stimmungsbild Schulrechner TI-30 ECO RS     

Der Obligatorische - Schulrechner

Nach wie vor der grösste Einsatzbereich von Taschenrechnern. Stichwort - Netzunabhängiges Gerät. Denn wer während der Prüfung keinen Internetzugriff hat, kann auch nicht schummeln. Normalerweise stellt die entsprechende Bildungsinstitution eine endliche Liste aller zugelassenen Modelle zur Verfügung. Dadurch wird die erlernte Fähigkeit und das Können des Prüfungsstoffes sichergestellt. Ein Tropfen auf den heissen Stein: Der Taschenrechner lenkt wenig ab und ermöglicht eine optimale Konzentrationsfähigkeit zum Büffeln. 

Ganz im Vergleich zu Deutschland gibt es in der Schweiz weder landes- noch kantonsweit eine einheitliche Bestimmung zur Zulassung bestimmter Hilfsmittel zur Maturitätsprüfung. Die Wahl ist dezentral und obliegt der jeweiligen Lehrkraft. Im Zweifelsfall ist es bei der Modellwahl ratsam, die verantwortliche Lehrperson zu fragen. 

Auf Sekundarstufe und zum Qualifikationsverfahren im Detailhandel reichen Taschenrechner mit numerischen Grundfunktionen allemal aus. Später auf Gymnasialstufe, Universitäts- und Hochschulniveau sowie fachspezifischen Weiterbildungen (z.B. IAF) sind Grafik- oder Finanzrechner obligatorisch. 

Mit einem Blick in verschiedene Hilfsmittellisten (zum Beispiel Eidgenössischen Matura, QV Detailhandel, UZH Psychologische Institut) sind besonders folgende Modelle aufgefallen, die quer durchs Band erlaubt sind: TI-30X II, TI-30ECO RS, TI-30X Plus MathPrintTM, Casio FX-82 Solar II.



Der Illustrative - Grafikrechner

Von den verschiedenen Typen lässt sich der Grafikrechner am besten sehen. Wortwörtlich. Denn diese Modelle verfügen über ein höher auflösendes Display und sind imstande einfache Grafiken darzustellen. Die Neuesten darunter besitzen unter anderem Funktionen zur dynamischen Geometrie, Tabellenkalkulation und dynamischen Statistik. Die meisten Modelle verfügen auch über CAS (Computer Algebra System). Kurz gesagt können sie nicht nur mathematische Aufgaben mit Zahlen, sondern auch mit symbolischen Ausdrücken lösen (Variablen, Funktionen, Polynome und Matrizen). 

Seit einigen Jahren sind die Modelle mit Flash-ROM-Speichern ausgestattet und ermöglichen Aktualisierungen vom Betriebssystem und Downloads von zusätzlicher Software. 

Oft sind diese Geräte von Grund aus programmierbar und dann ein besonderer Blickfang, wenn man zwischendurch eine Partie Space Invaders oder Super Mario spielen kann.

Stimmungsbild Grafikrechner TI-NSPIRE CX II


Die beliebtesten Schul- und Grafikrechner.

Diese Modelle sind schweizweit die am häufigsten, zugelassen Hilfsmittel. Jetzt bestellen



Stimmungsbild Culta II     

Der Ausgefallene - Curta

Texas Instruments brachte 1967 den ersten elektronischen Taschenrechner auf den Markt. Davor wurden diverse andere mechanische Rechenmaschinen verwendet, allen voran der Rechenschieber

Daneben gab es jedoch noch weitere Erfindungen, um beim alltäglichen Kopfrechnen zu helfen. Besonders die Curta sticht durch ein ausgeklügeltes und einzigartiges Design hervor. Das Rechensystem funktioniert auf Basis einer doppelten Staffelwalze und kann Dreisatzaufgaben, sowie Wurzelrechnungen ausführen. Entwickelt von der Contina AG aus Liechtenstein wurden zwischen 1947 und 1970 insgesamt 140’000 Stück produziert. 

Heute ein Sammlerstück, hat die elegante Produkthülle mit der speziellen Handhabung eine hypnotische Wirkung. Auf Onlineportalen wird das begehrte Objekt zu einem Preis von rund 1’800 CHF angeboten.



Der Entbehrliche - Taschenrechner

Klein aber fein. Passt in die Hosentasche und ist äusserst günstig. Qualitative Taschenrechner erhält man mittlerweile überall und kosten oft weniger als 10 CHF. Ein kleiner Spezialist der zuverlässig seinen Zweck erfüllt. Besonders interessant bei anspruchsvollen Umgebungsbedingungen, wo man das fragile Handy nicht unbedingt auspacken will. Abenteuerliche Beispiele: Baustelle, Produktionsindustrie, industrielle Umgebung, Giesserei, in der Natur oder vielem mehr.