Fellowes - Hundert Jahre Bankers Box

FellowesFellowes - Hundert Jahre Bankers Box
von Philipp Steiner
Was mit dem Verkauf eines Anzuggeschäfts und einer Archivschachtel begann, hat sich heute zu einer internationalen Erfolgsgeschichte für Arbeitsplatzzubehör entwickelt. Vier Generationen später sind besonders Laminiergeräte und ergonomische Arbeitshilfen präsent geblieben. 


Fellowes denkt heute ausserhalb der Box



Fellowes - Erste Erfolge dank der Bankers Box 

Die heute breite Produktpalette von Fellowes hatte ursprünglich mit einer raffinierten Archivbox begonnen. Auch begann Unternehmensgründer Harry Fellowes erst mit einer ganz anderen Geschäftsidee. Denn sein erstes Unternehmen stellte massgefertigten Anzüge her. 

Doch durch seine neugierige Wesensart schloss er Bekanntschaft mit einem jungen Geschäftsmann in einem nahegelegenen Büro. Dieser hatte eine innovative und kostengünstige Box aus Wellpappe entwickelt, die sich zur zur Aufbewahrung von Schecks und ausgestellten Einzahlungsscheinen eignete. Ein sicherer Schnur- und Knopfverschluss unterstütze den Schutz der Dokumente. 

Als der Jungunternehmer Herr Nickel 1918 in den ersten Weltkrieg eingezogen wurde, nutzte Fellowes die Gelegenheit, um sein eigenes Anzugsgeschäft zu verkaufen und das Unternehmen mit den Archivboxen zu erwerben. Ein geschickter Schachzug, wie sich herausstellte. Denn ein darauf in den USA neu verabschiedetes Einkommensteuergesetz führte zu strengeren Anforderungen an die Buchführung. Und damit einer steigenden Nachfrage an eben solchen Aufbewahrungsmöglichkeiten.

Die erste Box erhielt den Namen “Liberty”, was dem damals patriotischen Zeitgeist des Landes entsprach. Daraus entwickelte sich später die Bankers Box, und legte den Grundbaustein für den massgeblichen Erfolg des Unternehmens im amerikanischen Markt. Eine Marke übrigens, die heute noch mit nostalgischer Fürsorge vom Unternehmen vertrieben wird.

Die Fellowes Bankers Box ist seit über 50 Jahren zentrales Produkt der Firma



Das Familienunternehmen Fellowes in der vierten Generation 

Fellowes ist bis heute ein Unternehmen geblieben, das oft von zwei Brüdern oder eine Vater-Sohn Konstellation angetrieben wurde. 

So etwa wurden Folger und John Fellowes aus der zweiten Generation als Mr. Outside und Mr. Inside bekannt. Folger Fellowes war kontaktfreudig und engagiert im Verkauf der Produkte. John Fellowes hingegen kümmerte sich um die Produktion und Verwaltung. Beiden gelang es die Bankers Box Company als Marktführer für Aufbewahrungssystemen von Dokumenten in den USA zu etablieren.

In den 1980er Jahren reagierte das Unternehmen auf Marktveränderungen und expandierte mit Tochtergesellschaften ins Ausland. Neue Produkte wie Aktenvernichter, Binde- und Laminiergeräte, ergonomisches Arbeitsplatz- sowie Computerzubehör wurden aufgenommen. 

2017 feierte Fellowes seine Erfolgsgeschichte mit dem 100-jährigen Jubiläum. Aktuell befindet es sich in der vierten Generation. John Fellows II ist amtierender Chief Executive Officer und navigiert das Unternehmen durch die digitalisierte Bürolandschaft. 

Die vier Generationen des Fellowes-Unternehmens




Heute stark in Ergonomie und Laminieren

Eines der bedeutendsten Standbeine von Fellowes befindet sich noch im Bereich Laminieren. Laut Auskunft vom Ofrex Innendienst trumpfen Laminiergeräte und Folien mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis und zuverlässigen Produkteigenschaften. Geräte von Fellowes weisen erfahrungsgemäss wenig bis keine Defekte vor. 

In letzter Zeit setzt Fellowes zudem ein besonderes Augenmerk auf die Ergonomie am Arbeitsplatz. Mit dem “New Ways of Working” werden auf ungesunde Voraussetzungen bei der Arbeit im Büro oder Homeoffice aufmerksam gemacht. Ergonomische Produkte wie der höhenverstellbare Tischaufsatz sollen da Abhilfe verschaffen. Denn der Alptraum namens Emma soll nicht auch für uns Realität wird.



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